"Keine Verringerung der Stundenzahl im Religionsunterricht"

13.02.2008
Philip Graf von und zu Lerchenfeld, Vorsitzender des Diözesankomitees, erläuterte die Resolutionen

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten der Vorstand des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg der Öffentlichkeit zwei Resolutionen. Zum einem beschäftigte sich das Laiengremium mit dem Religionsunterricht an allgemein bildenden Schulen, zum anderen mit dem pädagogischen Wert des Zwischenzeugnisses.

Dabei stellte der Vorsitzende fest, dass es immer wieder Bemühungen gebe, den Religionsunterricht zu Gunsten anderer Fächer zu kürzen. Dahinter stehe oft der Wunsch nach einer vermeintlich effektiveren Bildung von Kindern und Jugendlichen. Beim Religionsunterricht gehe es aber nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern vor allem darum, den Schülern eine Orientierungshilfe zu geben, die ihnen in ihrer Entwicklung zu einer verantwortlich denkenden und handelnden Persönlichkeit zur Seite stehe.
Um eine ganzheitliche Wissens- und Wertevermittlung gewährleisten zu können, müsse der Unterricht im vollen Umfang erhalten bleiben. Dabei könne ein ausschließlich weltanschaulich neutraler Unterricht nicht den ganzen Menschen bilden. Religionsunterricht müsse daher immer konfessionell geprägt sein.

In einer weiteren Resolution hob das Diözesankomitee die zentrale Bedeutung des Zwischenzeugnisses an bayerischen Schulen hervor. Der pädagogische Wert des Leistungsnachweises solle bewusst geschätzt und für die Weiterentwicklung und den Lernfortschritt der Kinder entdeckt werden. Der Tag der Zeugnisvergabe als „Bilanztag“ verdeutliche lediglich den momentanen Leistungsstand. Für viele Schüler würden dabei erfreuliche Ergebnisse zu verzeichnen sein, die von den Eltern auch belohnt werden sollten. Auf ein schlechtes Zeugnis ihrer Kinder sollten Eltern aber auf keinen Fall mit Strafen oder Vorwürfen reagieren. Stattdessen sollten sie ihre Kinder motivieren und ihnen Mut zusprechen und die Gelegenheit zu einem offenen Gespräch nutzen.

„Gebet in die Nacht“
Zur geistigen Erinnerung an den Besuch des Heiligen Vaters im vorletzten Jahr und als gleichzeitige Vorbereitung auf den bevorstehenden Geburtstag von Papst Benedikt XVI. veranstaltet das Diözesankomitee am 19. April wieder eine Gebetsnacht, die vom frühen Abend bis zur Mitternacht andauern wird. Die Mitglieder des Laiengremiums werden dabei den Abend mit Gebetseinheiten sowie musikalisch gestalten. Zur Mitfeier sind alle Gläubigen recht herzlich eingeladen. (jas)

Hier finden Sie die Resolutionen im Originaltext:
Resolution Religionsunterricht
Resolution Zwischenzeugnis

Online Welt wieder einblenden

Onlinewelt öffnen
Onlinewelt schließen