Kloster Metten: Bischof Dr. Gregor Maria Hanke weiht Gregor Schuller zum Priester

10.07.2019
„Kirche ist lebendig in der Gemeinschaft“, sagte der Eichstätter Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke, der die Priesterweihe vornahm.

Aus Frater Gregor Schuller ist am Samstagvormittag Pater Gregor Schuller geworden. Die Priesterweihe fand in einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael in Metten statt. Der Eichstätter Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke nahm die Weihe vor.

Zahlreiche Familienmitglieder und Freunde des 32-Jährigen waren gekommen, um diesen ganz besonderenTag mit ihm zu begehen. Abt Wolfgang Maria Hagl begrüßte alle Anwesenden. "Gott will, dass wir als Priester die Sorgen der Menschen ein kleines Stück mittragen", sagte er. Bischof Dr. Gregor Maria Hanke sprach vom Pfingstgeist, der sich "in dieser Stunde auf Frater Gregor lege". Dieser stellte sich zu Beginn des Gottesdienstes dem Bischof vor und wurde als würdiger Weihekandidat erwählt. Die ehrfürchtige und festliche Stimmung der heiligen Messe wurde musikalisch durch die Klänge der Missa Metamensis gestaltet, die Gregor anlässlich des Jubeljahres der Abtei Metten 2016 selbst komponiert hatte.

Durch Handauflegung weihte Bischof Hanke Frater Schuller zum Priester.

 

Kirche ist lebendig in der Gemeinschaft

In seiner Predigt ging der Diözesanbischof darauf ein, dass Gregor mit dem Amt des Priesters sowohl eigene als auch fremde Lasten tragen können müsse. Die Aufgabe eines Priesters sei es, alle Menschen zu Jüngern zu machen. "Gott ist der Handelnde, der Schenkende", ergänzte er. Passend zum Eingangslied, in dem es hieß "Gott, hol uns alle ein und lass uns Kirche sein!", betonte der Bischof, dass Kirche sein eine Gemeinschaft der Zeugnisse sei: "Kirche ist lebendig in der Gemeinschaft." Auch aktuelle Forderungen nach der Anpassung des Priestertums an demokratische Formen sprach er an. Frater Gregor solle bereit sein, sich als Zugpferd Gottes einspannen zu lassen um die göttliche Wirklichkeit zu den Menschen zu bringen und seinen Dienst an der Gemeinschaft zu erfüllen.

 

 

Zum ersten Mal spendete der Neupriester den Gläubigen den Segen.

 

Brot und Wein zur Feier der Eucharistie

Den Beginn des eigentlichen Weiheakts machten der Heilige-Geist-Hymnus sowie die Bereitschaftsfragen an den Weihekandidaten. Zur Allerheiligenlitanei legte er sich auf den Boden, um die Fürsprache aller Heiligen zu erbitten. Nach dem Weihegebet und der Handauflegung, bei der dem Weihekandidaten von jedem anwesenden Priester die Hände aufgelegt wurden, legte der Neupriester die Kasel, das Messgewand, an. Bekleidet mit dem weiß-goldenen Gewand, das den Dienst, den er von nun an in der Liturgie ausübt, zum Ausdruck bringt, kniete er zu Füßen des Bischofs, der seine Hände mit Chrisam salbte und ihm Kelch und Hostienschale überreichte. Brot und Wein sind Zeichen für die Aufgabe eines Priesters, die Eucharistiefeier zu leiten und dem gekreuzigten Christus nachzufolgen. Mit einer Umarmung bestätigte der Bischof, dass er den neuen Mitarbeiter annimmt. Als nun nicht mehr Frater, sondern Pater Gregor Schuller durfte er zur Rechten des Bischofs Platz nehmen und mit diesem zum ersten Mal die Eucharistie feiern.

 

 

Pater Gregor Schuller, Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke sowie der Konvent des Klosters Metten.

 

Primizfeier in Mengkofen am Wochenende

Pater Gregor Schuller spendete den abschließenden Segen. Bei "Großer Gott, wir loben dich", bekam endgültig jeder eine Gänsehaut, der sie nicht davor schon hatte. Zu dem Lied zogen alle Beteiligten feierlich aus der Kirche. Die musikalische Gestaltung der Feier oblag dem Kirchenchor St. Michel und dem Kammerchor des St.-Michaels-Gymnasiums unter der Leitung von Christoph Liebl. Die Mettener Stiftsbläser und Thomas Hödl an der Orgel begleiteten die Sänger. Die Choralschola der Benediktinerabtei Metten unter der Leitung von Pater Athanasius Berggold beteiligte sich mit Gregorianischem Choral musikalisch an der Messe. Im Anschluss an den Gottesdienst spielte die Kalliope des St.-Michaels-Gymnasiums, ebenfalls unter der Leitung von Christoph Liebl, unter strahlend blauem Himmel ein Konzert im Innenhof des Klosters. Pater Gregor konnte seine Emotionen und Eindrücke kaum in Worte fassen. Er sei völlig in der Zeremonie aufgegangen. Seine Primiz, also die erste heilige Messe, die er zelebrieren wird, feiert er am kommenden Sonntag, 14. Juli 2019 um 10 Uhr in seiner Heimatpfarrei Mengkofen. Ab 1. September 2019 wird er als Kaplan in der Pfarrei St. Martin in Deggendorf wirken.

 

 

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