Requiem und Beisetzung des emeritierten Bischofs von Regensburg, Manfred Müller

28.05.2015

Als das Requiem für den verstorbenen Bischof emeritus Manfred Müller am Donnerstag, dem 28. Mai 2015 um 13:00 Uhr begann, war der Regensburger Dom bis auf den letzten Platz gefüllt. Es verging eine gute Viertelstunde bis die Fahnenträger, die Priester und die Diakone aus allen Regionen des Bistums und Weihbischöfe und Bischöfe feierlich eingezogen waren. 

Bevor Bischof Rudolf Voderholzer den emeritierten Erzbischof des Erzbistums München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, bat, als Hauptzelebrant „für heute seine Kathedra zu übernehmen“, begrüßte er ganz besonders Verwandte, Freunde, Weggefährten, die Kinder und Eltern der Manfred-Müller-Schule, Repräsentanten kirchlicher Gremien, Vertreter aus der Politik und die anwesenden Mitbrüder im bischöflichen Amt.

Bildergalerie: Requiem für Altbischof Manfred Müller


Leidenschaftlicher Lehrer

In seiner Predigt hob Kardinal Wetter die Lebensleistung des verstorbenen Mitbruders hervor. Er beschrieb den leidenschaftlichen Lehrer, den menschenfreundlichen Seelsorger und den klugen Hirten, der das Bistum im Geiste Christi durch die Herausforderungen seiner Zeit führte.



Die gesamte Predigt können Sie hier hören: 
 


Generalvikar Michael Fuchs verlas die Trauerbotschaft von Pietro Kardinal Paolin, der als Leiter des Staatssekretariats des Heiligen Stuhls und im Auftrag von Papst Franziskus die Anteilnahme des Heiligen Vaters zum Ausdruck brachte. 

Die musikalische Gestaltung des Requiems trugen die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner und Domorganist Franz Josef Stoiber.

Beigesetzt wurde der verstorbene Bischof in der Krypta des Domes, wo bereits sein Vorgänger im Amt, Rudolf Graber, seine letzte Ruhestätte fand. Mit Manfred Müller sind nun vier Bischöfe in diesem Raum nahe bei den Fundamenten der Kathedrale beerdigt. 

Brotzeit für alle 

In seiner testamentarischen Verfügung bat der verstorbene Bischof emeritus, dem Requiem „einen feierlichen Ausklang zu geben“ und allen Trauergästen „nach dem Gottesdienst einen Teller schmackhafte Gulaschsuppe“ anzubieten. Er schrieb dort weiter: „Es geht auf meine Kosten und Sie dürfen gerne einen zweiten Teller annehmen, solange der Vorrat reicht.“

Zum Abschluss heißt es in dem Schreiben des Bischofs emeritus, das er im November 2012 verfasste: „Mein Angebot will aber noch mehr sein als nur die Bitte um Zustimmung und Beifall. Es soll ein bescheidener Abschiedsgruß sein im Gedenken an gute gemeinsame Jahre.  Für Vieles kann ich nur ein herzliches Vergelt`s Gott sagen. Ich bete für Sie und bitte um Ihr freundliches Gedenken.“


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