Ruf doch mal an! 2017 haben im Bistum Regensburg 6499 Katholiken ihren Austritt aus der Kirche erklärt – Das ist sehr bedauerlich

20.07.2018

Die Zahlen der Katholiken und Katholikinnen in der Diözese Regensburg, die 2017 ihren Kirchenaustritt erklärt haben, liegen vor. Im Bistum Regensburg waren es 6499 Katholiken und Katholikinnen. Die Diözese, die eine Gemeinschaft vieler aktiver und engagierter Christen ist und auch in Zukunft verstärkt sein möchte, bedauert jeden einzelnen Austritt zutiefst, auch wenn jede Entscheidung zu respektieren ist, die dazu geführt hat. Die Verantwortlichen sowie alle Katholiken, denen der Glaube im Leben wichtig ist, wollen sich mit dieser Situation nicht abfinden.

Im Bistum Regensburg leben 1.166.109 Katholiken. Der Austritt entspricht einer Quote von 0,557. Das bedeutet, dass pro 1000 Katholiken gut 5 ihren Austritt erklärt haben. Mit dieser höchst bedauerlichen Situation möchte sich die Kirche von Regensburg nicht abfinden. Deshalb hat sie in diesem Jahr erneut die Aktion Kirchenaustrittstelefon gestartet: Vertreter des Bistums stehen am Telefon zur Verfügung. Die Aktion geht von 20. Juli bis 31. August.

 

Personen, die sich mit dem Gedanken eines Austritts tragen, sind daher herzlich eingeladen, anzurufen bei:

1) Diakon Michael Weißmann, Regensburg: 0151 73029484

Diakon Weißmann leitet die Caritas im Bistum Regensburg. Aufgrund vieler Erfahrungen in der Klinikseelsorge und einer eigenen Gesprächsausbildung im Rahmen der Eheberatung hat er bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der Aktion Austrittstelefon viele gute Erfahrungen gemacht. Das teilte der Diakon in mehreren Interviews mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) mit.

2) Pfarrer Georg Flierl, Tirschenreuth: 09631-1451; info@pfarrei-tirschenreuth.de

Pfarrer Flierl ist ein langjähriger Seelsorger, der nahe bei vielen Menschen ist und wirkt und sich einer großen Beliebtheit erfreut.

3) Regionaldekan Manfred Strigl, Windischeschenbach: 0151 26151375, 09681/400150; manfred.strigl@haus-johannisthal.de.

Herr Strigl ist Leiter des Exerzitienhauses Johannisthal. Dort hat er seit Jahren mit vielen Menschen zu tun, die kommen und die gehen.

Bei allen Gesprächen unterliegen die genannten Gesprächspartner der Verschwiegenheitspflicht! Personen, die in den vergangenen Jahren bei der Aktion mitgewirkt haben, erklärten kürzlich: "Im Ergebnis waren fast alle Anrufe für beide Seiten zufriedenstellend, auch wenn nicht unbedingt eine Lösung herauskam. Das Gespräch ist aber immer schon der Boden, auf dem der Weg zu einer Lösung gegangen werden kann."

Die Austrittszahlen werden an diesem Freitag, 20. Juli, für alle Diözesen in Deutschland bekanntgegeben. Auch hier gilt: Alle Diözesen bedauern jeden einzelnen Austritt. Was Bayern betrifft, liegen die Bistümer Passau und Regensburg am unteren Ende der gesammelten Austrittsquoten (0,55). Es folgen Würzburg (0,6), Eichstätt (0,65), Bamberg (0,71), Augsburg (0,72) und München (1,06). Die durchschnittliche Austrittsquote in Bayern liegt bei exakt 0,75. Das bedeutet, dass im vergangenen Jahr in Bayern im Schnitt zwischen 7 und 8 von 1000 Personen aus der Kirche ausgetreten sind. In der Erzdiözese Freiburg, einem der größten Bistümer in Deutschland, liegt die Quote bei 0,78 Prozent.

 

Sehen Sie sich unseren Veranstaltungskalender zur Austrittstelefon-Aktion an!

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