Bischof Rudolf weiht sieben Männer zu Diakonen in Neustadt a. d. Doanau

08.12.2018
Bischof Rudolf mit den heute geweihten Diakonen

Sieben Männer empfingen am heutigen Samstag in der Pfarrkirche St. Laurentius in Neustadt an der Donau durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Weihe zum Diakon. Die Weihekandidaten versprachen ihrem Bischof Gehorsam und die Bereitschaft zum Dienst in der Kirche. Sie erhielten ihre Gewänder und das Evangeliar. Im kommenden Jahr, Ende Juni 2019, werden die sieben Männer dann im Regensburger Dom St. Peter zu Priestern geweiht.

Bischof Rudolf Voderholzer bei seiner Predigt.

 

 

Weitergabe der Botschaft Christi ist entscheidend

In seiner Predigt sprach Bischof Voderholzer die Weihekandidaten direkt an: "In den Dienst dieser heiligen Kirche, die von Christus gestiftet wurde, dürfen Sie heute in besonders qualifizierter Weise hineintreten, in dem Sie die Diakonenweihe, die erste Stufe des geistlichen Dienstamtes, empfangen." Die Kirche als Gemeinschaft, so der Bischof, sei Zeichen und Werkzeug der innigsten Vereinigung Gottes mit den Menschen und der Menschen untereinander. Die Kirche sei deswegen ein Geschenk und habe ein Geschenk weiter zu geben. Die Kirche selbst müsse auch sakramental strukturiert und sakramental geleitet werden. Deswegen werde die innere Kirche durch Gebet und Handauflegung bestellt. Entscheidend in der Kirche und in ihrer Leitung sei in erster Linie nicht eine möglichst hohe Professionalität und andere weltliche Kriterien, sondern entscheidend ist das Empfangen der Sendung von Christus her und die Befähigung dieses Geschenk an die Menschen weiter zu geben in der Feier der Sakramente, hob Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hervor.

 

 

Während der großen Litanei liegen die Weihekandidaten ausgestreckt auf dem Boden.

 

 

Mit glaubwürdiger Verkündigung Verirrungen des Zeitgeistes entgegenwirken

Bei der Spendung des heiligen Sakraments der Taufe oder der Feier der Erstkommunion sollten die neuen Diakone in Zukunft den Eltern der Kinder vermitteln, dass es das Größte, Schönste und Wunderbarste sei, was man einem Kind in die Wiege legen könne: Dass es ein Kind der Kirche wird, dass es ein Kind Gottes werden darf, so der Regensburger Oberhirte. Auch wenn die Weihekandidaten ihr Diakonenamt mit Hinblick auf die Priesterweihe im kommenden Sommer nur ein halbes Jahr ausüben werden, solle man sich vor Augen halten:

 

 

Bei der Weihe legt der Bischof den Kandidaten die Hände auf (hier: Lucas Lobmeier).

 

"Das Diakonenamt bleibt. Einmal Diakon, immer Diakon! Die besondere Liebe zu den Armen, zu den Bedürftigen. Sie soll Ihr ganzes Leben im Dienste der Kirche prägen. Halten Sie die Armen, die Notleidenden ganz besonders wach in Ihren Herzen", sagte Bischof Rudolf an die sieben Männer gerichtet. Dabei sollten sie in ihrem Dienst aber auch ein Auge auf die geistige Not vieler Menschen haben. Dieser könne meist nicht mit materiellen Gaben entgegengewirkt, sondern durch ein glaubwürdiges Leben und durch eine glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums. Und durch eine Standhaftigkeit im Dienst. Verirrungen des Zeitgeistes seien nur durch authentisches Christsein, durch eine glaubwürdige Verwirklichung des Diakonats und priesterlichen Dienstes entgegenzuwirken, so Bischof Dr. Rudolf Voderholzer.

 

 

Die "neuen" Diakone nach der Einkleidung.

 

Diakone versprechen, Evangelium in Wort und Tat zu verkünden

Nach der Predigt folgte die Weihefeier. Bei der Befragung durch den Bischof gelobten die Kandidaten, sich in den Dienst der Kirche nehmen zu lassen, ihren Dienst zur Unterstützung des Bischofs und der Priester auszuüben, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden sowie den Armen und Notleidenden zu helfen. Und sie versprachen dem Bischof, ihr Amt in Ehrfurcht und Gehorsam auszuüben. Nach der Heiligen-Litanei, bei der die Kandidaten ausgestreckt auf dem Boden lagen, sprach Bischof Voderholzer für sie das Weihegebet und legte ihnen danach die Hand auf. Dann wurden die neugeweihten Diakone mit ihren Gewändern bekleidet - mit der Stola und der Dalmatik. Letzter Teil der Zeremonie war die Überreichung des Evangeliars als Zeichen der Verkündigung des Evangeliums.

 

 

Zum Ende der Weihe umarmte Bischof Rudolf jeden Diakon feierlich.

 

Die neuen Diakone für das Bistum Regensburg sind:

Ertl, Alexander, Pfarrei St. Johannes, Dingolfing

Lobmeier, Lucas, Pfarrei Mariä Verkündigung, Tegernheim

Meckel, Matthias, Pfarrei St. Josef, Cham

Moosbauer, Maximilian, Pfarrei Mariä Geburt, Bach an der Donau

Spindler, Johannes, Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Seebarn

Für die Ordensgemeinschaften:

Frater Jakob Brodowsky CO, Oratorium des hl. Philipp Neri, Aufhausen

Frater Dominikus Hartmann CP, Passionistenkloster Schwarzenfeld

 

 

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