„Da treffen Sie Gott und die Welt“ - Erfolgreicher Abschluss der Gemeindemission in Schwandorf

05.04.2009

Zwei Wochen lang fand in den sieben Schwandorfer Pfarreien mit 17500 Gläubigen eine Gemeindemission statt. Die letzte Mission wurde in den siebziger Jahren durchgeführt und nun sei es, so Dekan Hans Amann, wieder Zeit für eine Mission geworden. Acht Missionare aus dem Orden der Redemptoristen waren nach Schwandorf gekommen, um bei 530 verschiedensten Veranstaltungen, die die Pfarreien anboten, mit den Menschen unter dem Motto „Da treffen Sie Gott und die Welt“ ins Gespräch zu kommen.

Den Gläubigen, aber auch den Nicht-Gläubigen und den Andersgläubigen in Schwandorf wurde die Gelegenheit gegeben, den Glauben zu vertiefen oder aber sich neu mit ihm auseinander zu setzen.

Dabei lud die Gemeindemission zu zentralen Veranstaltungen, wie der Eröffnungsveranstaltung „Ein Quantum Trost von Mr. Gott“, ein. Aber auch in den einzelnen Pfarreien wurden die Menschen angesprochen und mit unterhaltsamen sowie nachdenklichen Angeboten dazu gebracht, sich mit „Gott und der Welt“ auseinander zu setzen.

Bischof Gerhard Ludwig Müller kam zur zentralen Abschlussveranstaltung nach Schwandorf. Auf dem Marktplatz, an dem das große Missionskreuz aufgestellt war, hielt der Bischof mit vielen Geistlichen und zahlreichen Gläubigen eine Statio, die Bezug nahm auf das reale, moderne Leben. Danach zog der Bischof in einer langen Prozession zur Stadtpfarrkirche St. Jakob. Auf dem Weg dorthin segnete er viele Kinder, die am Wegesrand standen. Im Mittelpunkt des Pontifikalamtes stand die Frage, die sich, so der Bischof, viele Menschen stellten:

Wieso gibt es so viel Schlimmes und Böses auf der Welt? Der Bischof erinnerte an den Amoklauf von Winnenden und sagte: „Der Mensch ist manchmal unerklärlich. Wir wissen nicht, was in ihm vorgeht. Wir sollten uns aber immer vor Augen halten, dass die Menschen Freunde sein sollten, denn wir sind Freunde Gottes“, so der Bischof.
Thomas von Aquin hat gesagt: „ Weil es das Böse gibt, gibt es Gott!“ Er meinte damit, dass das Böse in der Welt ein Argument für Gott sei, der allein es überwinden kann. Als Mensch könne man das Böse nicht verhindern. Gott jedoch könne die Menschen vom Bösen und vom Leiden erlösen, denn er allein kann die Herzen der Menschen verändern: Er kann den Egoismus vertreiben und dem Menschen ein Herz voll Liebe geben!“ bestärkte der Bischof die Gläubigen. Gott werde die Menschen erlösen. „Gott wurde einer von uns, nahm unser Fleisch an, nahm unser Sein an“, predigte der Bischof. All das menschliche Leid trage Jesus in sich bis zum Kreuz.

Schließlich dankte Bischof Gerhard Ludwig allen Geistlichen, den Missionaren und allen Mitarbeitern für deren Engagement bei der erfolgreichen Gemeindemission in Schwandorf.

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