Gleich im Eingang zur berühmten Basilika: erstmals Krippe in der Alten Kapelle

28.12.2019
Die Weihnachtskrippe im Eingangsbereich zur Basilika fügt sich stilistisch und farblich sehr gut in die Alte Kapelle ein. Ein Teil des schmiedeeisernen Gitters wurde vorübergehend entfernt.

Das Kollegiatstift Unsere Liebe Frau zur Alten Kapelle in Regensburg hat zum Weihnachtsfest 2019 durch eine Holzschnitzerei in Oberammergau eine Weihnachtskrippe anfertigen lassen. Damit gibt es in der Alten Kapelle erstmals eine Krippe. Die Kosten dafür haben die Mitglieder des Stiftskapitels privat übernommen. Am 4. Sonntag der Adventszeit stellte Stiftsdekan Prälat Robert Thummerer die Krippe der Öffentlichkeit vor und rief den Segen Gottes auf die Krippe herab. Mesner Markus Lemm und Kirchenmaler Herbert Untergrabner hatten die weihnachtliche Szene in der Taufkapelle beim Haupteingang zur Basilika errichtet.

Maria und Joseph betrachten es froh ...

Die Krippe ist im barocken Stil gehalten und fügt sich auch in dieser Hinsicht aufs beste in den Stil der Basilika ein. Ihre Figuren sind geschnitzt und bekleidet, was den Eindruck der Bewegung unterstützt. Damit die weihnachtliche Szene gut vor Augen steht, wurde ein Teil des schmiedeeisernen Gitters davor entfernt. Das außergewöhnliche Grün und Gold, in die die anderen Teile gefasst sind, passen harmonisch zur farblichen Fassung der Krippe. Das Kruzifix, das den oberen Teil des Gitters prägt, stellt den wichtigen Bezug von Krippe und Kreuz her.

Auch die Könige, die ihre Gaben bringen, sind sehr schön gestaltet.

Prälat Thummerer hatte in seinen Einführungsworten am 4. Advent auf das Apostolische Schreiben „Admirabile signum“ von Papst Franziskus Bezug genommen. Die Krippendarstellung in der Alten Kapelle zeigt keinen Stall, sondern die Ruine eines alten Palastes. Papst Franziskus deutet in seinem Apostolischen Schreiben auch diese Art der Darstellung. Sie geht demnach auf eine Legende aus dem 13. Jahrhundert zurück, wonach der Friedenstempel in Rom einstürzen würde, wenn eine Jungfrau ein Kind zur Welt brächte. Franziskus schreibt: „Diese Szenerie besagt also, dass Jesus die Neuheit inmitten einer alten Welt ist und dass er gekommen ist, um zu heilen und wiederaufzubauen, um unser Leben und die Welt wieder in ihren ursprünglichen Glanz zu versetzen.“

Von links her (im Bild) nähern sich die Hirten, von rechts, aus dem Osten, die Könige.

In St. Kassian Regensburg, das ebenfalls zum Kollegiatstift gehört, wird in der Weihnachtszeit ein Fatschnkindl gezeigt. Die Krippe in der Alten Kapelle soll in den kommenden Wochen zu sehen sein.

Am schmiedeeisernen Gitter oberhalb der Weihnachtskrippe ist das Kruzifix angebracht. Es stellt die Verbindung von Krippe und Kreuz her.

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