Bittprozession als Ausdruck des Vertrauens in Gott

06.05.2005

(pdr) Zum dritten Mal machten sich am Vorabend von Christi Himmelfahrt die Regensburger Pfarreien mit Bischof Gerhard Ludwig Müller auf den Weg zur gemeinsamen Bittprozession. Sie haben ja in der katholischen Kirche gerade in den Tagen um Christi Himmelfahrt eine lange Tradition. Angesichts der vielfältigen Nöte und Anliegen unserer Zeit lud Bischof Gerhard Ludwig auch in diesem Jahr die Gläubigen aller Regensburger Pfarreien zu diesem gemeinsamen Bittgebet.
Das Pontifikalamt mit Bischof Gerhard Ludwig Müller begann um 20 Uhr im Hohen Dom Sankt Peter unter dem Motto des Verses (29,7) aus dem Buch des Propheten Jeremia „Bemüht Euch um das Wohl der Stadt“. In seiner Statio wies Bischof Gerhard Ludwig darauf hin, dass an diesem Tag Gott ganz besonders die Fürbitte für die Stadt Regensburg entgegengebracht wird. Jesus solle eintreten als Anwalt und Mittler zwischen uns und Gott. „Wir beten für ein gutes Gelingen der Zielsetzungen der Menschen in dieser Stadt“, erläuterte der Bischof und wies darauf hin, dass sich niemand beirren lassen solle durch verstörte Blicke. Als pilgernde Kirche würde die Glaubensgemeinde für das Heil aller Menschen eintreten. So wie die Christen – hier erinnerte der Bischof an Domprediger Dr. Johann Maier - vor uns den Glauben bezeugt haben, würden auch wir hinausgehen und zeigen: Jesus Christus ist das Licht der Welt und das Salz der Erde. Musikalisch umrahmten die Domspatzen den Pontifikalgottesdienst.
Ein feierliches Gepräge hatte die anschließende Lichterprozession. Über 1000 Gläubige darunter viele kirchliche Vereine und Verbände mit ihren Bannern, zahlreiche Ministranten aus den einzelnen Pfarreien in ihren liturgischen Gewändern, Ordensleute, Priesterseminar sowie Diakone, Priester und Domkapitel machten sich gemeinsam mit Bischof Gerhard Ludwig auf den Weg durch die Altstadt. Damit wurde das Vertrauen in Gott auch im Jahr 2005 zum Ausdruck gebracht. Im Miteinander beten und singen wurden die Anliegen der Zeit vor Gott getragen. Konkret wurde für die Bewohner der Stadt, für verschiedene Berufsgruppen und Organisationen, für jung und alt gebetet. Immer wieder wurde auf die Unterstützung der Fürsprache durch die Bistumspatrone Wolfgang und Emmeram hingewiesen. Sie haben ihre letzte Ruhestätte in der Basilika Sankt Emmeram gefunden, vor der die nächtliche Bittprozession mit abschließenden Gebeten, der Anrufung der Diözesanheiligen und Fürbittrufen zur Kerzenmeditation endete. Musikalisch hatte das Jugendblasorchester Sankt Konrad unter der Leitung von Hans Moritz die Bittprozession begleitet.

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