Durch Spenden finanziert: Pfarrer Mavinga Mbumba aus Pfatter weiht Kirche im Kongo ein

19.11.2019
Die Sitzplätze im neuen Gotteshaus reichten nicht für die unzähligen Gläubigen aus.

In Muanda an der Westküste des Demokratischen Republik Kongo, der Heimatpfarrei von Dr. Jean René Mavinga Mbumba, dem Ortsgeistlichen der Pfarreiengemeinschaft Pfatter-Geisling-Gmünd, wurde mithilfe von Spendengeldern eine neue Kirche erbaut. Das Gotteshaus bietet rund 1.000 Plätze. Und die Kirche ist jeden Sonntag dreimal voller als sie offiziell Gläubige fasst. Der erste Gottesdienst findet bereits um 6.30 Uhr statt, zwei weitere besonders für Kinder und Jugendliche folgen. Für die Einweihungsfeierlichkeiten am Sonntag, dem 29. September 2019, war die neue Kirche jedoch zu klein, viele saßen auf teilweise selbst mitgebrachten Plastikstühlen neben den Bänken. Ganze sechs Stunden dauerte die Zeremonie, bei der auch 160 Jugendliche gefirmt und sechs Brautpaare verheiratet wurden.

Die Kirche wurde außen und innen ausgiebig mit Weihwasser besprengt.

 

 

Zwei große Eimer Weihwasser

Eine Prozession aus Blaskapelle, Ministranten, Blumenmädchen, zahlreichen Priestern, dem Bischof, den Chören und Ordensschwestern eröffnete den Festtag. Bei der offiziellen Segnung mit Weihwasser durch den Bischof wurde das gesamte Kirchenschiff innen und außen mit zwei vollen Eimern besprengt. "Viel Weihwasser ist bei uns im Kongo Tradition, auch beim Segnen von Personen will jeder etwas von dem geweihten Wasser abbekommen", so Dr. Mavinga Mbumba. Während des feierlichen Gottesdienstes übersetzte er auch den Brief der Pfatterer Pfarrgemeinderatssprecherin Angelika Lachenschmid, in dem sie die Verbundenheit mit den Gläubigen im Kongo zum Ausdruck brachte und die Glück- und Segenswünsche für die mit Hilfe von Spenden der hiesigen Pfarreiengemeinschaft erbauten Kirche übermittelte. Nach dem Gottesdienst herrschte eine festliche Stimmung auf dem Vorplatz der Kirche. Begonnen hatten die Feierlichkeiten bereits eine Woche vorher. Bei einer Messfeier mit Gabenbereitung wurden auch materielle Geschenke an die Pfarrei überreicht. Und am Tag vor dem Fest empfing man in der Pfarrei feierlich Bischof Cyprien Mbuku, außerdem stimmten Konzerte auf die bevorstehende Einweihung ein.

 

 

Gelb und blau sind die Grundfarben der neuen Kirche.

 

 

Pfarrei Pfatter ruft zu Spenden auf

Notwendig geworden war der Bau einer neuen Kirche, weil die alte Kapelle nach einer Pfarreienteilung viel zu klein geworden war. Im Jahr 2016 standen lediglich die Fundamente und Außenmauern des geplanten neuen Gotteshauses. Wegen des fehlenden Geldes für den Weiterbau erging ein Hilferuf aus seiner kongolesischen Heimat an Pfarrer Mavinga Mbumba. Ein Spendenaufruf in der Pfarrei Pfatter hat von Ostern bis Juli 2016 bereits stolze 21.000 Euro erbracht, mittlerweile ist die Spendensumme auf fast 65.000 Euro angewachsen. So konnte weitergebaut werden. Als bislang letzter Akt wurde die Fassade gestrichen: ein mattes Gelb mit starken blauen Akzenten, der Farbe der Heiligen Maria. Zwar fehlt noch einiges wie die Sakristei, der Kreuzweg, ein Taufbrunnen oder die Glocke für den Turm, doch haben die Gläubigen nun ein großes und schönes Gotteshaus für ihre Messfeiern. Ein großer Dank des Geistlichen der Pfarrei der Heiligen Familie in Muanda geht an alle Spender.

 

 

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