„Erstaunliche Dinge!“ – Als die Sonne im portugiesischen Fatima tanzte

11.10.2019
Kopie einer Seite aus Ilustração Portuguesa vom 29. Oktober 1917. Die Menge betrachtet das Sonnenwunder während der Fátima-Erscheinung

Rund 70 Tausend Menschen hatten sich am 13. Oktober 1917 in der Cova da Iria versammelt. Sie alle kamen, um zu sehen, ob die Gottesmutter den Fatimakindern ein sechstes Mal erscheinen würde. Viele waren voller Hoffnung. Einige zweifelten. Sogar Bombendrohungen wurden an die Kinder gerichtet. All diese Menschen wurden an diesem Tag Zeugen eines Wunders. Die Sonne begann, über Fatima zu tanzen.

Unter ihnen war auch Avelino de Almeida, Journalist für „O Século“, die zu dieser Zeit meistgelesene, antikirchliche Tageszeitung Portugals. Geizte sie vorab nicht mit Skepsis über und Kritik an den Ereignissen in Fatima, titelte sie zwei Tage nach dem Sonnenwunder: „Coisas espantosas! Como o Sol bailou ao meio-dia em Fátima – Erstaunliche Dinge! Als die Sonne am Mittag in Fatima tanzte“. Erstmals wurde eine Fotografie der drei Seherkinder Lucia, Francisco und Jacinta abgebildet. Wenige Tage später erschien in dem wöchentlichen Magazin „Illustraçao Portuguesa“ ein vierseitiger Beitrag Almeidas: „O milagre de Fátima – Das Wunder von Fatima“. Die beigefügten Schwarz-Weiß-Fotos gingen um die Welt.

Einige Jahre später, 1950, sah Papst Pius XII. nach eigenen Angaben ein ähnliches Sonnenwunder während Spaziergängen in den Vatikanischen Gärten. Dies geschah vier Mal in unmittelbarem zeitlichen Kontext zur Verkündigung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, das er am 1. November 1950 ex cathedra verkündet hatte. Er deutete diese Ereignisse als himmlische Bestätigung.

Sowieso war Papst Pius XII. eng mit Fatima verbunden. Seine Bischofsweihe empfing Eugenio Pacelli am Tag der ersten Erscheinung von Fatima, am 13. Mai 1917. Am 31. Oktober 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, weihte er anlässlich des 25. Jahrestags der Erscheinungen die Welt in der Radioansprache „Regina del santissimo rosario“ dem Unbefleckten Herzen Mariens. Er verfolgte das Anliegen, den Aufruf der Gottesmutter zu erfüllen, die bei der dritten Erscheinung um die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz gebeten hatte. Noch im selben Jahr, am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, erneuerte Papst Pius XII. die Weihe im Petersdom. 1944 setzte er den Festtag zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens für die Gesamtkirche ein. Am 13. Mai 1946 sandte Pius XII. Kardinal Benedetto Aloisi Masella nach Fatima, um dort die Krönung der Gnadenstatue vorzunehmen.

Einige Jahre später, 1950, sah Papst Pius XII. nach eigenen Angaben ein ähnliches Sonnenwunder während Spaziergängen in den Vatikanischen Gärten. Dies geschah vier Mal in unmittelbarem zeitlichen Kontext zur Verkündigung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, das er am 1. November 1950 ex cathedra verkündet hatte. Er deutete diese Ereignisse als himmlische Bestätigung.

Sowieso war Papst Pius XII. eng mit Fatima verbunden. Seine Bischofsweihe empfing Eugenio Pacelli am Tag der ersten Erscheinung von Fatima, am 13. Mai 1917. Am 31. Oktober 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, weihte er anlässlich des 25. Jahrestags der Erscheinungen die Welt in der Radioansprache „Regina del santissimo rosario“ dem Unbefleckten Herzen Mariens. Er verfolgte das Anliegen, den Aufruf der Gottesmutter zu erfüllen, die bei der dritten Erscheinung um die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz gebeten hatte. Noch im selben Jahr, am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, erneuerte Papst Pius XII. die Weihe im Petersdom. 1944 setzte er den Festtag zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens für die Gesamtkirche ein. Am 13. Mai 1946 sandte Pius XII. Kardinal Benedetto Aloisi Masella nach Fatima, um dort die Krönung der Gnadenstatue vorzunehmen.

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